Bei
der Kniegelenksspiegelung wird das Gelenk in allgemeiner
Narkose oder Rückenmarksbetäubung über
kleine Hautschnitte mit dem Instrumentarium erreicht.
Es ist dann möglich, über eine kleine Kamera
das gesamte Gelenk zu inspizieren. Festgestellte Schäden,
wie z.B. Knorpelschaden, Meniskusverletzung, Schleimhautveränderung
o.ä. können dann in gleicher Sitzung operativ
behandelt werden.
Postoperativ kann es je nach Befund notwendig sein, daß
Sie über einige Zeit an Stützen das Bein entlasten
müssen oder bestimmte Bewegungen vermeiden müssen.
Dies wird Ihnen im Einzelnen nach der Spiegelung erläutert
werden.
Gelegentlich wird auch eine Drainage in das Gelenk eingebracht,
die dann in den ersten Tagen nach der Operation wieder
entfernt wird.
Insgesamt handelt es sich bei einer Gelenkspiegelung um
einen Eingriff, der verglichen mit herkömmlichen
Gelenkoperationen, schonend und risikoarm ist. Dennoch
bestehen einige Risiken, die im folgenden beschrieben
werden:
Wie bei jedem operativen Eingriff, so kann es auch bei
einer Gelenkspiegelung zu Komplikationen kommen. Ganz
allgemein kann es zu einer Thrombose mit möglicherweise
lebensbedrohender Embolie kommen.
Um diesem Risiko vorzubeugen erhalten sie täglich
eine Injektion eines blutverdünnenden Medikamentes,
zumindest solange, bis eine ausreichende Mobilität
von Ihrer Seite vorliegt. Weiter besteht das Risiko einer
Wundinfektion mit Gelenkeiterung, so daß möglicherweise
weitere Eingriffe zur Beherrschung dieser Komplikation
notwendig werden. Möglicherweise kann so auch ein
erheblicher Funktionsverlust des Beines resultieren.
Insgesamt sind diese Komplikationen selten, bzgl. der
Gelenkeiterung liegt das Risiko im Promillebereich. Eine
häufigere Komplikation ist die Nachblutung mit der
Notwendigkeit von Punktionen oder erneuter Operation.
An speziellen Komplikationen ist ein Knorpelschaden zu
nennen oder auch ein Instrumentenbruch, möglicherweise
mit der Notwendigkeit das Gelenk zu eröffnen. Bezüglich
der Beschwerdesymptomatik können wir zudem nicht
garantieren, daß der Eingriff zum Erfolg führt.
Auch kann es sein, daß wegen der Grunderkrankung
es im weiteren Verlauf zu einem Gelenkverschleiß
mit Bewegungseinschränkung, Instabilität und
Schmerzen (Arthrose) kommt. Blick
in das Knie bei einer Kniegelenksspiegelung:
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