
Eine häufige
Erkrankung der behaarten Haut ist das Atherom, im Volksmund
auch Grützbeutel genannt.
Dabei kann durch den Verschluß einer Haarbalgdrüse
der produzierte Talg nicht mehr nach außen abgegeben
werden. Dadurch kommt es zu einem Wachstum der Drüse,
es bildet sich eine mit Talg gefüllt Zyste die als
"Beule" unter der Haut sichtbar wird.
In aller Regel ist dies nicht mit Schmerzen verbunden.
Allerdings besteht ein hohes Risiko, daß durch Mikroverletzungen
der Haut, z.B. durch Kämmen, Bakterien in das Atherom
eingebracht werden und es so zu einer Entzündung
kommt. Aus diesem Grund sollten Grützbeutel ab einer
gewissen Größe entfernt werden.
In der Regel wird dieser Eingriff in örtlicher Betäubung
durchgeführt. Wenn es gelingt, die komplette Kapsel
zu entfernen ist das Risiko gering, daß sich erneut
ein Grützbeutel an dieser Stelle entwickelt.
Sollte es zu einer Entzündung gekommen sein, so muß
der Eingriff allerdings in Vollnarkose vorgenommen werden,
da lokale Betäubungsmittel im entzündeten Gewebe
nicht wirken. Auch ist die Rezidivgefahr (erneutes Auftreten)
größer.
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Abb. 1
Auf dem Scheitel findet sich
ein walnußgroßer Grützbeutel.

Abb. 2
Nach Durchtrennung der
Haut ist der abgekapselte
Beutel gut zu erkennen.

Abb. 3
Nach der Entfernung. Das Präparat
wird zum Pathologen geschickt
und routinemäßig untersucht.

Abb. 4
Nach der Operation bleibt ein kleiner
Überknüpfverband für 1-2 Tage. |